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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 37/2018 (17. Oktober 2018):

Börsenturbulenzen

Der Markt atmet einmal kräftig aus  

Bossard
Böse Überraschung könnte noch kommen   

Take-Two
Blockbuster-Game steht in den Startlöchern   

Apple
Laufende Korrektur eröffnet Chancen

Fundamentale Analyse - Brexit
Brexit-Verhandlungen auf der Zielgeraden

Infineon
Kurseinbruch zum Einstieg nutzen

The Advisor - Rund um Immobilien
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Schweizer Handelszeitung vom 14.11.2014

Rieter – Opfer des IS-Terrors?

Rieter hat ambitionierte Ziele. Der Umsatz soll mittelfristig um 30 Prozent steigen, das operative Ergebnis soll sogar mehr als verdoppelt werden. Der IS-Terror könnte die Planung aber durchkreuzen.

Rieter – Opfer des IS-Terrors?

Der Spinnmaschinenhersteller hat seine mittelfristigen Finanzziele konkretisiert. Wollte Rieter bisher eine Ebit-Marge von 9 bis 12 Prozent erzielen, so lautet die Vorgabe nun: Rund 10 Prozent Marge und einen Return on Net Assets (RONA) von gut 14 Prozent. Der Umsatz müsste sich dafür auf etwa 1,3 Milliarden Franken belaufen. Die Ziele des Konzerns sind sehr ambitioniert. Vor allem auch, weil sich der Auftragseingang weniger stark entwickelt als erhofft. Nach neun Monaten schlagen Aufträge in der Höhe von 900 Millionen Franken zu Buche, was auf den ersten Blick ein ordentliches Wachstum ist. Auf den zweiten Blick wird jedoch deutlich, dass sich die Dynamik deutlich abgeschwächt hat. Denn der Neun-Monats-Auftragsbestand deutet darauf hin, dass die Ordereingänge im dritten Quartal lediglich gut 245 Millionen Franken betragen haben. Bis Ende Juni konnte Rieter hingegen Aufträge in der Höhe von 655 Millionen Franken vermelden.

Bremsspuren in der Türkei

Angesichts dieser Entwicklung muss bezweifelt werden, ob sich der Auftragseingang bis zum Jahresende wie erwartet oberhalb der Marke von 1270 Millionen Franken einpendeln kann. Gegenwärtig scheint es eher wahrscheinlicher, dass Rieter deutlich unter dieser Marke (-5 bis -10 Prozent) landen wird. Die grösste Sorge bereitet dabei die Entwicklung auf dem türkischen Markt.

Nach gut eineinhalb Boomjahren zeichnet sich dort eine markante Abkühlung ab, was Rieter hart trifft. Per Ende Juni steuerte das Türkeigeschäft nämlich gut einen Fünftel zum Konzernumsatz bei (Türkei: 106 Millionen Franken/Konzern: 522 Millionen Franken). Der Negativtrend könnte sich bei einer Eskalation der geopolitischen Spannungen an der türkisch/syrischen Grenze (IS) noch verstärken und die Geschäftsverlangsamung beschleunigen.


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