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Schweizer Handelszeitung vom 21.03.2014

Nichts wie raus aus China-Aktien

Schattenbanken mit hohen Kreditrisiken und der erste Zahlungsausfall einer Unternehmensobligation in China. Die Risiken steigen im Reich der Mitte.

Nichts wie raus aus China-Aktien

Über dem chinesischen Finanzmarkt braut sich ein Gewittersturm zusammen. Einerseits sorgt das völlig aus dem Ruder gelaufene Schattenbankensystem für Kopfzerbrechen. Das Volumen, das die Schattenbanken in China heute abwickeln, ist abenteuerlich hoch: Es beläuft sich auf 60 Prozent des Bruttoinlandproduktes.

Eine zentrale Rolle kommt dabei sogenannten Wealth Management Trusts zu. Sie locken Anleger mit hohen Renditeversprechen zwischen 8 bis 10 Prozent jährlich. Das eingesammelte Kapital verleihen die Anbieter dann nach Gutdünken. Da meist kein Risikomanagement besteht, ist der Schiffbruch vorprogrammiert. Noch hält die Zentralregierung ihre schützende Hand über diese Vehikel – die Angst vor einer Kettenreaktion ist enorm.

Chaori am Anfang einer Reihe von Zahlungsausfällen

Doch die Regierung dürfte diesem Wildwuchs nicht ewig freien Lauf lassen: Auch sie wird dereinst Zahlungsausfälle zulassen, um den Anlegern die Risiken vor Augen zu führen. Mit kaum abschätzbaren Folgen. Eine zusätzliche Gewitterfront zieht am Anleihenhimmel auf: Der Solarzellen-Hersteller Shanghai Chaori Solar Energy Science & Technology konnte Anfang März eine fällige Couponzahlung in der Höhe von 89,9 Millionen Yuan nicht bedienen. Es war in der Geschichte der erste Zahlungsausfall bei einer Unternehmensanleihe auf dem chinesischen Festland.

Doch weitere werden folgen, denn die Anzahl der börsennotierten Unternehmen ausserhalb des Finanzsektors in China mit einem Verschuldungsgrad von mehr als 200 Prozent ist seit 2007 um 57 Prozent gestiegen. Chaori könnte Chinas eigener «Bear-Stearns-Moment» werden, der Anleger zu einer Neubewertung der Kreditrisiken veranlasst – so wie nach der Rettung der US-Investmentbank 2008. Mit den bekannten Folgen!
 


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