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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 10/2019 (20. März 2019):

Fundamentale Analyse - Schweiz

Schweizer Wirtschaft im Abwärtssog   

Technische Analyse - SMI
SMI nimmt das Allzeithoch ins Visier

Cicor Technologies
Cicor ist auf Kurs  

Fundamentale Analyse - Modern Money Theory
Wirklich nur Unsinn?

Boeing
Unüberschaubare Risiken

Fundamentale Analyse - Europa
Frühlingserwachen in der Solarbranche

SMA Solar
Frühlingserwachen in der Solarbranche

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Fundamentale Analyse - Europa

FUNDAMENTALE ANALYSE - Schweiz

Die Europäische Zentralbank hat offiziell die Zinswende in der Eurozone verschoben. Im Anschluss an die jüngste Sitzung der europäischen Notenbanker bestätigte EZB-Chef Mario Draghi, dass der Leitzins bis mindestens Ende 2019 unverändert und damit bei null bleiben werde. Angesichts der konjunkturellen Verfassung, in der sich die Eurozone momentan befindet, und die sich weiter abschwächenden Konjunkturindikatoren lassen zudem erahnen, dass eine Zinsanhebung u.E. frühestens Mitte 2020 ansteht. Und selbst diese Prognose ist mit zahlreichen Fragezeichen verbunden. Denn sollten die Wachstumsprognosen für die USA eintreffen, könnte die weltgrösste Volkswirtschaft 2020 vor einer sehr schwierigen Phase und möglicherweise vor einer Rezession stehen. In diesem Fall wäre selbst ein Zinsschritt Mitte 2020 durch die EZB vom Tisch. Investoren und Sparer müssen sich unter Umständen auf ein noch Jahre anhaltendes Tiefzinsniveau einstellen. Und selbst eine dereinst einsetzende Zinswende wird keine wirkliche Wende bringen, wie die Entwicklung in den USA zeigt. Das kritische Leitzinsniveau, auf dem der Leitzins eine Belastung für die Realwirtschaft wird, scheint deutlich unter dem Niveau der Nuller-Jahre zu liegen. Dass die EZB zugleich die Wachstums- und Inflationserwartungen für das laufende Jahr und die kommenden beiden Jahre gesenkt hat, zeigt unseres Erachtens, wie fragil die Lage derzeit ist. Zumal auch Draghi hervorhob, dass die Risiken einer weiteren Verschlechterung für den Euro-Raum gegenüber den Chancen einer Verbesserung immer noch grösser sind. Auch das im September 2019 startende und im März 2021 endende neue TLTRO-Programm, ein Kreditprogramm für die europäischen Banken, um den Kreditfluss am Laufen zu halten, ist ein Zeichen für den sich weiter akzentuierenden Abschwung in der Eurozone. Hätte in früheren Jahren der Ausblick auf neue Kapitalspritzen der EZB und anhaltend tiefe Zinsen noch Jubelgesänge unter den Anlegern hervorgerufen, herrscht mittlerweile Ernüchterung. Denn es zeigt sich mehr und mehr, dass vor allem die EZB im Falle einer Rezession kaum noch Möglichkeiten hat, um Gegensteuer zu geben. D.h. die EZB kann einer konjunkturellen Abkühlung nur noch punktuell mehr Liquidität gegenüberstellen. Kurzum: Die EZB hat ihr Pulver mittlerweile komplett verschossen. Darüber hinaus festigt sich der Eindruck, dass die Notenbanken in Europa, aber auch in den USA, nicht mehr Taktgeber für die Kapitalmärkte sind, sondern im zunehmenden Masse von diesen unter Handlungsdruck gesetzt werden. Beispielhaft dafür ist das Vorgehen der Fed. Nachdem die Märkte im Schlussmonat 2018 stark korrigierten, sah sich Fed-Chef Jerome Powell gezwungen, Gegenmassnahmen einzuleiten, indem der Zinserhöhungszyklus quasi für beendet erklärt wurde und auch der geplante Bilanzabbau der Fed redimensioniert werden sollte. Die Notenbanken, so unser Eindruck, haben den Taktstock an die Kapitalmärkte abgegeben.

Konklusion:
Das Tempo, in welchem sich das europäische Konjunkturumfeld verdunkelt hat, ist horrend. Das Problem: Die EZB scheint keine Mittel mehr zu haben, um gegen einen Abschwung ankämpfen zu können.



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