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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 33/2019 (18. September 2019):

Fundamentale Analyse - Geldpolitik

Notenbanken sind in einer Einbahnstrasse                  

Richemont
Richemont im Aufwind                  

Fundamentale Analyse - USA/China
Handelskrieg ist noch nicht entschieden               

Apple
„Apple as a service“

Fundamentale Analyse - EZB
Ein historisches Massnahmenpaket

Siemens
Kaesers Börsenbilanz ist mau 

A2 Milk
A2 Milk hat die Erfolgsformel gefunden

 

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Fundamentale Analyse - Geldpolitik

FUNDAMENTALE ANALYSE - Schweiz

Geldpolitische Normalisierung erweist sich als unmöglich
Wir haben die zurückliegenden gut drei Wochen dafür genutzt, um die Risikoexposition in unseren Musterdepots deutlich zu erhöhen. Der Cashbestand sank seit Ende August von 43% um gut 10 Prozentpunkte und wir sind daran, die Quote weiter zu reduzieren. Ein Schritt, der angesichts der Gesamtgemengenlage auch nach hinten hätte losgehen können. Aber die EZB hat geliefert und - wie von uns antizipiert - ein sehr umfangreiches Massnahmenpaket beschlossen, um der lahmenden Konjunktur in der europäischen Währungsgemeinschaft unter die Arme zu greifen. Dass sich zugleich die verhärteten Fronten im Handelskrieg zwischen den USA und China aufgeweicht haben und selbst ein Deal zwischen beiden Ländern nicht mehr kategorisch ausgeschlossen werden muss, hat den Aktienmärkten zusätzlichen Rückenwind gegeben. Sollte die amerikanische Notenbank zur Wochenmitte (nach Redaktionsschluss) den Markterwartungen folgen und den Leitzins um 25 Basispunkte senken, steht einer Fortsetzung der gegenwärtigen Aufwärtsbewegung unseres Erachtens nur wenig entgegen. Überrascht das Fed die Märkte gar mit einer Leitzinssenkung um einen halben Prozentpunkt, dürfte dies die Rallye sogar deutlich beschleunigen. Ein Szenario, welches wir aufgrund der Historie der Notenbank allerdings als höchst unwahrscheinlich erachten. Das Fed hat solch grosse Zinssenkungen unseres Wissens nach nur in Krisenzeiten, wie letztmals vor mehr als zehn Jahren während der Finanzkrise, durchgezogen. Die jüngsten Entscheidungen der Notenbanken in Europa und wahrscheinlich auch in den USA macht eines zugleich deutlich: Den Währungshütern fällt es schwer, aus dem vor gut zehn Jahren eingeschalteten Notfallmodus wieder herauszukommen. Zwar gelang es der Fed, zumindest ansatzweise die Geldpolitik zu normalisieren. Allerdings: Im historischen Vergleich war das zuletzt erreichte Leitzinshoch bei 2.25% bis 2.5% noch immer rekordverdächtig niedrig. Zumal die Notenbank noch weit entfernt davon ist, die gekauften Wertpapierbestände wieder abzubauen. Die EZB, darauf deuten zumindest die Aussagen von Mario Draghi hin, scheint sich auf einen noch deutlich länger anhaltenden geldpolitischen Ausnahmezustand einzustellen. Das zeitlich nicht begrenzte neue Wertpapierkaufprogramm ist ein deutlicher Hinweis. Die Geldpolitik wird wahrscheinlich noch Jahre sehr expansiv bleiben - eine Leitzinserhöhung ist in weite Ferne gerückt. Ob die SNB nun nachziehen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Sollte der Franken aber erneut dauerhaft gegenüber dem Euro aufwerten, könnte die SNB zum Handeln gezwungen sein. Natürlich wirft die jüngste Entwicklung eine grundlegende Frage auf: Sind die Notenbanken überhaupt in der Lage die Geldpolitik vollends zu normalisieren? Stand heute: Nein! Zumindest nicht, ohne die von den Notenbanken aufgeblähten Märkte zum Platzen zu bringen. Nur das würden die Notenbanken nicht zulassen. Die Notenbanken sind in einer Einbahnstrasse gefangen.

Konklusion:
Die expansive Geldpolitik der Notenbanken rund um den Globus wird zum Dauerzustand. Eine Normalisierung scheint unmöglich, ohne die Blasen an den Kapitalmärkten zum Platzen zu bringen.

 



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