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Schlagzeilen

Entwicklung unserer Musterdepots
Wir nähern uns der 20%-Marke       

Nestlé
Konzernumbau gewinnt an Kontur   

Abercrombie
Gute Quartalszahlen, aber...         

Frühindikator Zinskurve
Wir rechnen nicht mit einer Rezession in den USA

Blue Apron 
Schlechtestes US-IPO des Jahres

Basel III ist festgezurrt
Banken erhalten viel Zeit

Bayer 
Ein neues Damoklesschwert hängt über dem Konzern

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Fundamentale Analyse - Europa

FUNDAMENTALE ANALYSE - Schweiz

Nach einem zähen Ringen um kleinste Änderungen haben sich die obersten Bankenaufseher dies- und jenseits des Atlantiks auf neue Regeln geeinigt. Das Regelwerk «Basel III» steht. EZB-Chef Mario Draghi sprach von «einem guten Tag». In den Verhandlungen ging es vor allem auch um den Punkt, wie die Banken künftig ihre Kreditrisiken kalkulieren. Vor allem grosse Banken benutzen interne Risikomodelle für die Berechnung, wie viel Kapital sie für die eingegangenen Risiken vorhalten müssen. Im Vorfeld der Finanzkrise vor gut zehn Jahren wurden diese Modelle derart nach unten gerechnet, dass sie fast in die Katastrophe geführt hatten. Den internen Modellen steht ein Standardsatz der Aufseher entgegen. Die Basel III-Regeln sehen nun eine Art Kompromiss vor - man hat sich auf einen sog. «Output-Floor» geeinigt. Dieser gibt an, wie stark die internen Risikomodelle vom Standardsatz abweichen dürfen. Dieser Floor soll künftig bei 72.5% liegen. Im Klartext: Wäre laut Standardansatz ein Kapitalbedarf von EUR 100 nötig, um die Risiken zu decken, müssen nun auch Grossbanken mindestens EUR 72.50 vorhalten - unabhängig davon, welcher Wert sich aus den internen Modellen eigentlich ergeben hätte. Die beschlossenen 72.5% sind ein Kompromiss. Die grossen europäischen Banknationen Deutschland und Frankreich hatten einen Wert von 70% angepeilt, die USA hingegen 75%. Wer sich wundert, warum ausgerechnet die USA einen engeren Grenzwert gewünscht hatte, muss auf die Geschäftstätigkeit europäischer und amerikanischer Banken blicken. Denn im Vergleich zu ihren amerikanischen Wettbewerbern haben europäische Institute deutlich mehr Kredit in den eignen Büchern, was v.a. daran liegt, dass die grossen US-Banken ihre Kredite u.a. im Immobilienbereich an die staatlichen Institute Fanny Mae und Freddy Mac ausgegliedert haben. Diese Möglichkeit haben Banken aus der Eurozone nicht. Die Banken aus der Währungsunion fürchten nun, dass sie mehr Eigenkapital aufbauen müssen, beziehungsweise bestimmte Geschäfte nicht mehr eingehen können. Bei der zeitlichen Umsetzung sind die Aufseher den Bankenvertretern weit entgegengekommen. Bis zum Jahr 2022 muss ein Output-Floor von 50% eingehalten werden. Erst im Jahr 2027 - also gut 20 Jahre nach der existenzbedrohenden Finanzkrise - muss der Zielwert von 72.5% erreicht sein.
Hatten Politiker und Aufsichtsbehörden während der ausufernden Finanzkrise noch ein hartes und schnelles Vorgehen in der Bankenregulierung versprochen, kann davon angesichts dieses Zeithorizontes kaum noch eine Rede sein. Es bleibt das schlechte Gefühl, dass die Banken einmal mehr mit Samt-Handschuhen angefasst wurden.
Konklusion:
Der Output-Floor ist unseres Erachtens ein gelungener Kompromiss, um die Banken sicherer zu machen. Der Zeithorizont von zehn Jahren bis zur Umsetzung hinterlässt aber ein schlechtes Gefühl.



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