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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 35/2020 (23. September 2020):

Aktienmärkte - Anlagekommentar

BIZ warnt vor Fehlentwicklungen                                                           

Partners Group
Geldpolitik ist Hauptstütze für die Aktie                                                         

Peloton Interactive
Keine Angst vor Apples Fitness-Einstieg                                                   

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Von Schwäche keine Spur

Fundamentale Analyse - DAX
Der DAX könnte Reformen gebrauchen

Hennes & Mauritz
Das Comeback nimmt Formen an

Rohstoffe
Goldminen-Aktien bleiben interessant

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Fundamentale Analyse - DAX

FUNDAMENTALE ANALYSE - Schweiz

Der Fall Wirecard aber auch der Aufstieg des Essenslieferdienstes Delivery Hero in den deutschen Leitindex haben die Schwachstelle des deutschen DAX offengelegt. Die Zusammensetzung ist in mehrfacher Hinsicht nicht mehr zeitgemäss. Seit 2016 hängt die Mitgliedschaft in den Indizes der DAX-Familie von der Marktkapitalisierung der frei gehandelten Aktien im Streubesitz sowie dem Börsenumsatz eines Unternehmens ab. Aspekte wie gute Unternehmensführung, wie etwie das Bestehen eines Prüfungsausschusses oder das Vorhandensein von Compliance-Management-Systemen, werden dabei in keiner Weise berücksichtigt. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen könnte und sollte unseres Erachtens eine gewisse Rolle einnehmen. Ein Unternehmen wie Delivery Hero, das jüngst in den DAX aufgestiegen ist, hätte in den USA keine Chance, in den S&P500 aufgenommen zu werden. Denn dort können nur Unternehmen einziehen, die bereits bewiesen haben, vier Quartale in Folge einen Gewinn erwirtschaften zu können. Die grossen Marktteilnehmer orten nach dem Wirecard-Skandal diesbezüglich Handlungsbedarf. Auch sollten geprüfte Zwischenberichte sowie ein uneingeschränktes Testat des Jahresabschlusses fristgerecht vorliegen. Wenn dies nicht der Fall ist, müsse das betreffende Unternehmen direkt aus dem Index ausgeschlossen werden können, fordert beispielsweise Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance der Fondsgesellschaft Deka. Ende September bietet sich für die Deutsche Börse die Möglichkeit, diesbezüglich nachzubessern und zumindest die Weichen für die Aufnahme softerer Kriterien für die Index-Aufnahme zu stellen. Dann kommt der Arbeitskreis „Aktienindizes“ zusammen, um über eine Reform des Dax sowie der Nebenwerteindizes MDAX, TECDAX und SDAX zu beraten. Ab Anfang Oktober können Marktteilnehmer zu den Vorschlägen Stellung beziehen. Bis Jahresende könnten Änderungen dann verkündet werden. Doch nicht nur die Aufnahmekriterien werden eine Rolle spielen. Wir vermuten, dass der Arbeitskreis auch über eine Vergrösserung des DAX berät. Denn der Index ist - böse gesagt - noch immer ein Relikt der alten Deutschland AG und wird von etwas langweilig angehauchten Industrie- und Autokonzernen geprägt. Innovative Technologiekonzerne sind hingegen im Vergleich zu ausländischen Indizes deutlich untervertreten. 2018, als die Deutsche Börse den MDAX um 10 auf 60 Werte und den SDAX von 60 auf 70 Werte vergrösserte, liess man den DAX unberührt. Vielleicht bietet sich diesmal die Chance, den DAX zu vergrössern. Realistisch erscheint uns eine Erweiterung auf 35 vielleicht sogar 40 Unternehmen. Im MDAX und TECDAX gibt es unseres Erachtens bis zu 20 Kandidaten, die für den Aufstieg in einen vergrösserten DAX das Zeug hätten. Dies würde dazu führen, dass die Gewichtung einzelner Unternehmen reduziert wird und auch der starke Autosektor im DAX schwächer wird.

Konklusion:
Ende September könnte der Arbeitskreis Aktienindizes die Weichen für zahlreiche Reformen für die DAX-Familie stellen. Neben neuen Aufnahmekriterien hoffen wir auf eine Vergrösserung des DAX!



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