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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 10/2019 (20. März 2019):

Fundamentale Analyse - Schweiz

Schweizer Wirtschaft im Abwärtssog   

Technische Analyse - SMI
SMI nimmt das Allzeithoch ins Visier

Cicor Technologies
Cicor ist auf Kurs  

Fundamentale Analyse - Modern Money Theory
Wirklich nur Unsinn?

Boeing
Unüberschaubare Risiken

Fundamentale Analyse - Europa
Frühlingserwachen in der Solarbranche

SMA Solar
Frühlingserwachen in der Solarbranche

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07.02.2018

WIR-Guthaben, Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit

Der selbständig erwerbende Pflichtige erwarb aus geschäftlichen Mitteln für CHF 210‘000 ein WIR-Guthaben mit Nominalwert CHF 300‘000 und nahm es in die Geschäftsbuchhaltung auf, um es dann umgehend seiner Schwester zwecks Tilgung eines privaten Darlehens zukommen zu lassen. Die Empfängerin rechnete das WIR-Guthaben zum Nominalwert an das Darlehen an. Bis zur Privatentnahme war das WIR-Guthaben dem Geschäftsvermögen zuzuordnen, weshalb die Differenz zwischen Erwerbspreis und Entnahmewert in Höhe von CHF 90‘000 Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit darstellt.
Aus den Erwägungen: Von entscheidender Bedeutung ist hingegen, dass die WIR-Guthaben unbestritten aus geschäftlichen Mitteln des Beschwerdegegners finanziert wurden, das fragliche Konto befand sich bereit seit Jahren in der Geschäftsbuchhaltung. Die Umsatzprovision für die WIR Bank wurde ebenfalls aus dem Geschäftsvermögen ab dem Konto Zinsaufwand beglichen. Bis zur Privatentnahme ist das WIR-Guthaben deshalb dem Geschäftsvermögen zuzuordnen. Gleiches gilt für Ersteigerungen auf dem WIR-Guthaben, die während der Haltezeit entstanden, unabhängig davon wie lange diese dauerte.
Bevor die Forderung an die Schwester beglichen wurde, ist keine Privatentnahme bekannt. Der Beschwerdegegner überführte bei der Darlehensamortisation aus seinem Geschäftsvermögen ein WIR-Guthaben von CHF 300‘000 in sein Privatvermögen, welches seine Schwester ihm zum Nominalwert anrechnete, während das WIR-Guthaben nur mit CHF 210‘000 in den Büchern aufgeführt war. Das kantonale Steueramt rechnete den Beschwerdegegnern deshalb in Übereinstimmung mit Art. 18 Abs. 2 DBG den darauf entstandenen Gewinn von CHF 90‘000 auf.
SGE 2016 Nr. 17, Bundesgericht, 09.12.2016

Abzugsfähigkeit von freiwilligen Einlagen in die berufliche Vorsorge; Einkauf in eine Pensionskasse innert drei Jahren nach vorangehendem Kapitalbezug aus einer Freizügigkeitseinrichtung
Die dreijährige Sperrfrist für einen Kapitalbezug nach einem Einkauf in die berufliche Vorsorge gilt auch für den umgekehrten Fall, d. h. bei einem Kapitalbezug mit anschliessendem (Wieder-)Einkauf innerhalb von drei Jahren. Für die Anwendung von Art. 79b Abs. 3 BVG spielt es somit keine Rolle, in welcher Reihenfolge Kapitalbezug und Kapitaleinzahlung erfolgen.
SZ Verwaltungsgericht, 31.10.2016

Unterhaltsbeiträge; Verhältnismässigkeit
Die steuerliche Würdigung von Unterhaltsbeiträgen hat nicht zwingend den zivilrechtlichen Gegebenheiten zu folgen. Dies vor dem Hintergrund, dass es in der Lehre und Rechtsprechung unbestritten ist, dass Unterhaltszahlungen verhältnismässig zu sein haben und nicht zu einem Vermögenszuwachs bei der empfangenden Person führen dürfen. Sie dürfen grundsätzlich 17% des Einkommens der leistenden Person nicht übersteigen. Im vorliegenden Fall erscheint es sachgerecht, die unverhältnismässig hohen Unterhaltszahlungen an die Kindsmutter des gemeinsamen neugeborenen Sohnes nur teilweise zum Abzug zuzulassen.
SO Steuergericht

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