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Themen aus der Ausgabe 10/2019 (20. März 2019):

Fundamentale Analyse - Schweiz

Schweizer Wirtschaft im Abwärtssog   

Technische Analyse - SMI
SMI nimmt das Allzeithoch ins Visier

Cicor Technologies
Cicor ist auf Kurs  

Fundamentale Analyse - Modern Money Theory
Wirklich nur Unsinn?

Boeing
Unüberschaubare Risiken

Fundamentale Analyse - Europa
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05.10.2016

Vorwegdividende, Umqualifizierung zu Erwerbseinkommen, Steuerumgehung

Alle Erträge, die nach Art. 33 Abs. 1 Bst. C StG bzw. Art. 20 Abs. 1 Bst. C DBG steuerbar sind und aus qualifizierten Beteiligungen stammen, unterliegen der Halbsatz- bzw. Teilbesteuerung. Es kann sich dabei um ordentliche oder ausserordentliche Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse oder überhaupt um geldwerte Vorteile, wie verdeckte Gewinnausschüttungen oder Gratisaktien/Gratisnennwerterhöhungen handeln. Bei Leistungen an Personen, die zugleich Arbeitnehmer wie auch Aktionäre sind, stellt sich mitunter die Frage der Angemessenheit von Gehalt, Verwaltungsratshonorar und Dividende. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beurteilt sich dabei die Angemessenheit des beitragsfreien (ahv-beitragsfreien) Vermögensertrages nicht in Relation zum Nennwert, sondern zum effektiven wirtschaftlichen Wert bzw. dem Steuerwert der Aktien. Ein Vermögensertrag von rund 4,93 % gilt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für risikotragendes Kapital einer Aktiengesellschaft nicht als offensichtlich überhöht.

Hält ein Aktionär das grösste Aktienpaket und trägt er damit ein höheres Risiko (Klumpenrisiko) als die übrigen Aktionäre, kommt eine Aufrechnung einer Vorabdividende beim Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit nur dann in Frage, wenn die Entschädigung für die Arbeitsleistung unangemessen tief ausgefallen wäre (Drittvergleich). Der in der Steuererklärung 2013 deklarierte Nettolohn in Höhe von CHF 199‘230 lag deutlich über dem vom Bundesamt für Statistik ausgewiesenen durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommen der unselbständig erwerbenden Führungskräfte (Jahresdurchschnittslohn CHF 130‘000; vgl. www.bfs.admin.ch). Stehen die ausgeschütteten Dividenden in einem angemessenen Verhältnis zum Jahressalär und wird zudem keine über das übliche Mass hinausgehende Rendite mit den Anteilsrechten erzielt, fehlt es bereits am objektiven Element zur Annahme einer Steuerumgehung.
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, 17. September 2015, SGE 2015 Nr. 23

Grundstückgewinnsteuer: Änderung der Nutzung des Ersatzobjekts
Der Ersatzbeschaffungstatbestand setzt voraus, dass eine dauernd und ausschliesslich selbstgenutzte Wohnliegenschaft veräussert wird, wobei der daraus erzielte Erlös innert angemessener Frist zum Erwerb oder zum Bau einer Ersatzliegenschaft verwendet werden muss. Unter den Begriff des dauernd und ausschliesslich selbstgenutzten Wohneigentums fällt einzig der Hauptwohnsitz, nicht aber eine Ferienwohnung. Eine definitive Zweckentfremdung der Ersatzliegenschaft führt nach der Praxis im Kanton Zürich zu einer Nachbesteuerung, sofern sie innert 5 Jahren nach der früheren, den Steueraufschub begründenden Veräusserung stattfindet. Vorliegend wurde die Grundstückgewinnsteuer aufgrund der Reinvestition des Verkaufserlöses in eine gleichgenutzte Liegenschaft aufgeschoben. Nachdem die Pflichtigen die Ersatzliegenschaft während 1 Jahr und 10 Monaten bewohnt hatten, verlegten sie ihren Hauptwohnsitz ins Ausland. Wegen Nutzungsänderung hob das Gemeindesteueramt den Steueraufschub auf. Ob die 5-Jahres-Frist gesetzeskonform ist, braucht hier nicht entschieden zu werden, da nicht von einer dauerhaften Nutzung des Ersatzobjekts ausgegangen werden kann. Denn vorliegend sind die Pflichtigen nach nur 1 Jahr und 10 Monaten definitiv ins Ausland gezogen, womit nicht ein bloss vorübergehender Unterbruch der Nutzung vorliegt, welcher nicht zur Nachbesteuerung führen würde. Dass die Ersatzliegenschaft nicht veräussert wurde und nach wie vor ausschliesslich, insbesondere in den Wintermonaten, von den Pflichtigen genutzt wird, ändert nichts daran, dass es sich um eine Zweitwohnung handelt.
ZH Verwaltungsgericht, 17.2.2016

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