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Themen aus der Ausgabe 02/2019 (16. Januar 2019):

Technische Analyse - SMI

Wir trauen dem Frieden im SMI nicht          

Richemont
Wachstum schwächt sich erneut ab        

Fundamentale Analyse - Sears & Macy‘s
Sears versinkt in der Bedeutungslosigkeit             

Canopy Growth
Weltweit bröckelt der Widerstand

Bayer
Aktie bildet einen Boden aus

Deutschland
Rezessionswahrscheinlichkeit ist gestiegen


 

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20.08.2010

Steuerdomizil bei ledigen Steuerpflichtigen (Gerichtsentscheide)

Ermittlung des Hauptsteuerdomizils (interkantonal)
Der Umstand, dass ein lediger Steuerpflichtiger vom Ort aus, an dem er sich während der Woche aufhält, eine unselbständige Erwerbstätigkeit ausübt, begründet nach der Rechtsprechung die natürliche Vermutung, dass er dort sein Steuerdomizil hat. Diese Vermutung lässt sich nur entkräften, wenn er regelmässig, mindestens einmal pro Woche, an den Ort zurückkehrt, an dem seine Familie lebt, mit welcher er saus bestimmten Gründen besonders eng verbunden ist, und an dem er andere persönliche und gesellschaftliche Beziehungen pflegt.
BL Steuergericht, 18.09.2009 (510 09 37)

Steuerhoheit bei einer ledigen Person
Hält sich eine Person abwechslungsweise an verschiedenen Orten auf, kommt es darauf an, zu welchem Ort die stärkeren Bindungen bestehen. Bei unselbständig erwerbstätigen Steuerpflichtigen ist das gewöhnlich der Ort, wo sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufenthalt nehmen, um von dort aus der täglichen Arbeit nachzugehen, ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur. Auch bei ledigen Personen mit Beziehungen zu mehreren Orten werden die persönlichen und familiären Kontakte zum Ort, wo sich ihre Familie (Eltern, Geschwister etc.) aufhält, als stärker erachtet als diejenigen zum Arbeitsort, wenn sie täglich oder an den Wochenenden regelmässig an den Familienort zurückkehren. Bei ledigen Steuerpflichtigen ist vermehrt noch als bei verheirateten Personen zu berücksichtigen, ob weitere als nur familiäre Beziehungen – etwa ein besonderer Freundes- oder Bekanntenkreis, ausgeprägte gesellschaftliche Beziehungen oder der Umstand, dass der oder die Steuerpflichtige ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung besitzt – zum einen oder anderen Ort ein Übergewicht begründen.
Der Umstand, dass der ledige Steuerpflichtige vom Ort aus, wo er sich während der Woche aufhält, eine unselbständige Erwerbstätigkeit ausübt, begründet nach der Rechtsprechung die natürliche Vermutung, dass der Steuerpflichtige dort – vorliegend im Kanton Zürich – sein Steuerdomizil hat. Aufgrund der Beweislastverteilung muss der Beschwerdeführer, der sich gegen die Beanspruchung der Steuerhoheit durch den Kanton Zürich wendet, somit nachweisen, dass er regelmässig nach E. zurückkehrt, wo seine Familie lebt, mit welcher er aus bestimmten Gründen besonders eng verbunden ist, und dass er gewichtige wirtschaftliche sowie allenfalls persönliche Beziehungen zu diesem Ort unterhält. Dieser Beweis misslingt dem Beschwerdeführer mangels Substanziierung besonders enger familiärer Beziehungen zu E. Abweisung.
ZH Verwaltungsgericht, 03.03.2010 (SB.2009.00090)

Interkantonale Doppelbesteuerung; Steuerdomizil; Wochenaufenthalt; Konkubinat
Aus den im Doppelbesteuerungsrecht geltenden Grundsätzen ergibt sich in casu zunächst die natürliche Vermutung, dass sich das Hauptsteuerdomizil des ca. 30-jährigen Beschwerdeführers, der seit dem Jahr 2000 beim gleichen Arbeitgeber tätig ist, in der Steuerperiode 2007 in der Stadt Luzern befand. Dies, obwohl der Beschwerdeführer recht enge Beziehungen zum Kanton Graubünden nachzuweisen vermag, die etwas weiter gehen und enger sind als die üblichen Kontakte zum regelmässig besuchten Wochenendort (Wohnrecht der Mutter in seinem Haus, aktive Teilnahme am Vereinsleben usw.). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seit seinem Zuzug am 01.04.2007 zusammen mit seiner Lebenspartnerin in einer selbst möblierten 3-Zimmer-Wohnung in Luzern wohnt. Dies allein bildet in aller Regel hinreichend Anlass, das Hauptsteuerdomizil an diesem Ort anzunehmen, da eine solche Beziehung erfahrungsgemäss alle anderen familiären und persönlichen Kontakte überstrahlt: Ein Konkubinatsverhältnis ist gewöhnlich stärker zu gewichten als die Bindungen zum Familienort.

Bundesgericht, 19.03.2009 (2C_748/2008)

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