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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 02/2019 (16. Januar 2019):

Technische Analyse - SMI

Wir trauen dem Frieden im SMI nicht          

Richemont
Wachstum schwächt sich erneut ab        

Fundamentale Analyse - Sears & Macy‘s
Sears versinkt in der Bedeutungslosigkeit             

Canopy Growth
Weltweit bröckelt der Widerstand

Bayer
Aktie bildet einen Boden aus

Deutschland
Rezessionswahrscheinlichkeit ist gestiegen


 

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04.10.2012

Gerichtsentscheide zur Grundstückgewinnsteuer

steuern-und-vorsorge

Kauf- und Verkaufskosten
Bei den mit der Veräusserung eines Grundstücks verbundenen Kosten handelt es sich um sämtliche Auslagen, die mit dessen Erwerb oder dessen Veräusserung in kausalem Zusammenhang stehen. Dazu zählen die mit der Handänderung zusammenhängenden Ausgaben wie Grundbuchgebühren, Beurkundungskosten, Handänderungssteuern, Notariatskosten, Vermessungs- und Planerstellungskosten, Kosten für Inserate, Schätzungsexpertisen sowie insbesondere Vermittlungsgebühren und Maklerprovisionen. Bei den Notariatskosten sind auch die Kosten für die Abklärungen des Notars hinsichtlich der Grundstückgewinnsteuer sowie die Kosten für die Errichtung eines Zahlungsdepots zu berücksichtigen.
BL Steuerrekurskommission, 17.06.2010 (Nr. 2009-139)

Steueraufschub; Identität des Eigentümers der verkauften Liegenschaft und der Ersatzliegenschaft
Der Wortlaut von Art. 12 Abs. 3 lit. e StHG besagt, dass der Erlös aus dem Verkauf der Wohnliegenschaft zum Erwerb einer gleich genutzten Ersatzliegenschaft verwendet werden muss. Er enthält keinen Hinweis bezüglich des Verkäufers noch des Erwerbers einer Wohnliegenschaft und bestimmt auch nicht, ob die rechtliche Situation massgebend ist oder ob sich eine wirtschaftliche Betrachtungsweise aufdrängt. Art. 12 Abs. 3 lit. e StHG kann deshalb so gelesen werden, dass der Steueraufschub nur dann möglich ist, wenn der Eigentümer der verkauften Liegenschaft auch der Eigentümer der Ersatzliegenschaft ist. Eine andere Auslegung schliesst in keinem Fall die von den Genfer Steuerbehörden gefolgte Auslegung aus, wonach die rechtliche Lage massgebend ist. Deshalb ist eine Reinvestition nur für den Teil der Ersatzliegenschaft denkbar, welchen der veräussernde Ehegatte als im Grundbuch eingetragener Eigentümer erwirbt.
Bundesgericht, 17.10.2011 (2C_277/2011)

Ersatzbeschaffung; Steueraufschub; angemessene Frist zwischen Verkauf und Erwerb des Ersatzobjektes
Beim Verkauf eines Grundstücks im Kanton Bern mit Gewinn wird grundsätzlich eine Grundstückgewinnsteuer auf der Differenz zwischen dem Erlös und den anrechenbaren Anlagekosten fällig. Wird beim Verkauf der selbst genutzten Liegenschaft ein ebenfalls selber genutztes Ersatzobjekt erworben, wird die Besteuerung aufgeschoben, soweit der Erlös aus dem Verkauf innert angemessener Frist für den Kauf des Ersatzobjektes verwendet wird. Das Gesetz sagt nicht, was eine angemessene Frist zwischen den beiden Rechtsgeschäften ist. Der Gesetzgeber wollte aber klar einen zeitlichen Zusammenhang zwischen Verkauf und Ersatzerwerb. Damit sollte sichergestellt werden, dass es tatsächlich um eine Übertragung vom bisher dauernd und ausschliesslich selbst bewohnten auf ein neues, gleichartig genutztes Objekt geht und nicht vorher oder nachher eine Anlageliegenschaft betroffen ist. Die Praxis, wonach bis zu zwei Jahre zwischen den beiden Rechtsgeschäften liegen können, ist nicht zu beanstanden. ein Anspruch auf eine Verlängerung besteht nicht, insbesondere nicht beim Erwerb der Ersatzliegenschaft vor dem Verkauf der bisherigen Liegenschaft.
Art. 132ff BE StG. BE Verwaltungsgericht, 16.01.2012

Download PDF: 23_v36_2012



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