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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 21/2019 (05. Juni 2019):

Fundamentale Analyse - Handelskonflikte

Trump greift alles und jeden an        

Swatch Group
Aktie ist zurück im Krisenmodus           

Fundamentale Analyse - USA
Die Verunsicherung wächst wieder        

Square
Neubewertung der Aktie findet einen Boden

Fundamentale Analyse - Europa
Schlechteste Mai-Performance seit Jahren

Banken-Regulierung
Kapitalerhöhungen nicht ausgeschlossen

 

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18.12.2013

Berufskosten

steuern-und-vorsorge

Kinderabzug, Ausbildungskostenabzug, Militärdienst, Unterbruch der Ausbildung
Der volljährige Sohn der verheirateten Steuerpflichtigen machte 2009 die Matura, absolvierte danach den Militärdienst als Durchdiener und nahm Mitte 2010 sein Universitätsstudium auf. Am Stichtag 31. Dezember 2010 befand er sich im Studium. Obwohl er bis Mitte 2010 als Durchdiener genug verdiente, um den Lebensunterhalt selber zu bestreiten, kann dieses Einkommen bei der Beurteilung der Frage, wer für den Unterhalt des Kindes zur Hauptsache sorgt, nicht berücksichtigt werden, denn es sind die am Stichtag massgebenden Verhältnisse entscheidend und der Dienst als Durchdiener ist nicht nur ein Unterbruch des Studiums bzw. der Ausbildung, wie das etwa bei der RS oder einem WK der Fall ist.

Berufskosten Arbeitszimmerabzug
Die Kosten für ein privates Arbeitszimmer sind abziehbar, wenn die steuerpflichtige Person regelmässig einen wesentlichen Teil der beruflichen Arbeit zu Hause erledigen muss und in ihrer Privatwohnung über einen besonderen Raum verfügt, der zur Hauptsache beruflichen und nicht privaten Zwecken dient. Ob die steuerpflichtige Person einen (in zeitlicher oder sachlicher Hinsicht) wesentlichen Teil der beruflichen Arbeit zu Hause erledigen muss, ist von ihr nachzuweisen. In casu unterliess es die Steuerpflichtige, eine Ärztin, die sich ihre Praxis im Schichtbetrieb mit einer Kollegin teilte, nachzuweisen, in welchem Umfange sie effektiv administrative und fachliche Arbeiten zu Hause verrichten musste.
BS Steuerrekurskommission, 26.04.2012 (Nr. 2011-021)

Abgrenzung Aus- und Weiterbildungskosten; Nachdiplomstudium
Ein Bankangestellter erwarb mit einem Nachdiplomstudium den Master of Business Administration (MBA). Dafür zog er in der Steuererklärung Weiterbildungskosten ab. Das Bundesgericht bestätigt seine Rechtsprechung, wonach die Grundsätze zur Abgrenzung der steuerlich abzugsfähigen Weiterbildungskosten zu den nicht abzugsfähigen Ausbildungskosten auch für Nachdiplomstudien gelten. Gegen eine Qualifikation als Weiterbildung spreche in casu „in erster Linie der Umfang der für die absolvierte MBA-Ausbildung aufgewendeten Kosten (mehr als CHF 54‘000 für die beiden Jahre 2009 und 2010; im Ganzen CHF 87‘500). Diese Kosten stellen gesamthaft eine derart hohe Investition dar, dass sie auf die Erlangung wesentlicher Zusatzkenntnisse mit eigenem Wert und deutlich verbesserter Berufsaussichten schliessen lassen...“. Weiterbildungskosten sind aber nur abzugsfähig, wenn sie der Sicherung der bisherigen Stelle dienen.
Bundesgericht, 01.05.2013 (2C_1001/2012, 2C_1002/2012)

Pauschalabzug für Liegenschaftskosten (DBG; StHG; VS)
Die Praxis und die Rechtsprechung anerkennen seit Langem an, dass der Pauschalabzug gemäss Art. 32 Abs. 4 DBG, der ausdrücklich nur für Liegenschaften des Privatvermögens gilt, nur für Liegenschaften anwendbar ist, welche vorwiegend privat, das heisst vorwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Art. 4 der Liegenschaftskostenverordnung konkretisiert diese Praxis und bestimmt, dass der Pauschalabzug für Liegenschaften des Privatvermögens, welche von Dritten vorwiegende geschäftlich genutzt werden, nicht in Betracht kommt. Gemäss Rechtsprechung gelten als vorwiegend geschäftlich genutzt alle Liegenschaften, welche nicht für private Wohnzwecke genutzt werden.
Der Pauschalabzug darf jedoch nicht dazu führen, dass der gesetzliche Grundsatz der Besteuerung des Netto-Liegenschaftsertrages der zum Privatvermögen gehörenden Liegenschaften verletzt wird. Er kann deshalb nicht angerufen werden, wenn die sich daraus ergebenden Resultate offensichtlich inkorrekt sind. Auch wenn es sich um Liegenschaften handelt, welche zum Privatvermögen gehören, wird der Pauschalabzug verweigert, wenn festgestellt werden kann, dass der Grundeigentümer keine Unterhaltskosten trägt, weil diese regelmässig durch den Mieter oder durch den Pächter übernommen werden. In solchen Fällen kann der Grundeigentümer lediglich seine effektiven Kosten abziehen.
Bundesgericht, Urteil vom 19.04.2013 (2C_996/2012 & 2C_997/2012)

Download PDF: 23_v48_2013



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