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Fundamentale Analyse - Handelskonflikte

Trump greift alles und jeden an        

Swatch Group
Aktie ist zurück im Krisenmodus           

Fundamentale Analyse - USA
Die Verunsicherung wächst wieder        

Square
Neubewertung der Aktie findet einen Boden

Fundamentale Analyse - Europa
Schlechteste Mai-Performance seit Jahren

Banken-Regulierung
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02.07.2014

Steuerrechtlicher Wohnsitz

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Steuerrechtlicher Wohnsitz, internationale und interkantonale Verhältnis

Im internationalen Verhältnis ist Art. 24 Abs. 1 ZGB analog anwendbar: Der einmal begründete Wohnsitz in der Schweiz bleibt grundsätzlich bis zum Erwerb eines neuen Wohnsitzes im Ausland bestehen. Im interkantonalen Verhältnis greift die Regelung von Art. 24 Abs. 1 ZGB dagegen nicht: Hat die steuerpflichtige Person die Verbindungen zu ihrem bisherigen Wohnsitz gelöst, so ist sie dort nicht mehr steuerpflichtig. Davon zu unterscheiden ist die beweisrechtliche Frage, ob der Nachweis der Wohnsitzverlegung erbracht worden ist. Grundsätzlich ist die subjektive Steuerpflicht von der Steuerbehörde nachzuweisen. Auch im interkantonalen Verhältnis kann aber der steuerpflichtigen Person der Beweis für die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen Ort auferlegt werden, sofern die von der Steuerbehörde angenommene subjektive Steuerpflicht als sehr wahrscheinlich erscheint. Wird der Nachweis der Wohnsitzverlegung nicht erbracht, ist das bisherige Domizil als fortbestehend zu betrachten. Die im interkantonalen Doppelbesteuerungsrecht bekannte Sonderreglung für leitende Angestellte lässt sich nicht auf internationale Verhältnisse übertragen. Voraussetzung zur Anwendung der Kollisionsregeln in den DBA ist, dass eine Doppelansässigkeit überhaupt vorliegt, was von der steuerpflichtigen Person nachzuweisen ist.
SGE 2013 Nr. 12, Bundesgericht vom 01.07.2013

Unterhaltsbeiträge an ein volljähriges Kind, Kinderabzug
Unterhaltsbeiträge an ein volljähriges Kind sind nicht abzugsfähig. Auch wenn die Beträge auf das Konto der Mutter überwiesen wurden, gelten sie als direkt dem Kind zugeflossen. Zudem wird kein Kinderabzug gewährt, wenn das Kind am Stichtag die Ausbildung bereits beendet hat.
SGE 2013 Nr. 16, Verwaltungsrekurskommission Kanton St. Gallen, 27.08.2013

Liegenschaftsunterhalts- und Verwaltungskosten, Anwaltskosten
Allgemein sind Prozess- und Anwaltskosten als abzugsfähige Unterhaltskosten zu betrachten, sofern sie der Erhaltung des bisherigen Rechtszustands dienen. Die Kosten für rechtliche Massnahmen zur Werterhaltung des Grundstücks, wie z.B. Anwaltskosten, um eine wertvermindernde Umzonung zu verhindern, gelten als Unterhalts– bzw. Verwaltungskosten. Auch die Kosten für Baueinsprachen, welche bezwecken, den Wert der eigenen Parzelle zu erhalten, gelten als abzugsfähig. Bei den Anwaltskosten der Rekurrenten bzw. Beschwerdeführer handelte es sich um Aufwen- dungen, um rechtswidrige Bauten in unmittelbarer Nähe ihres Grundstücks zu verhindern. Die Vorkehrungen der Steuerpflichti- gen waren deshalb ohne weiteres geeignet, den Wert der eigenen Liegenschaft zu erhalten. Rechtswidrige Bauten in unmittelbarer Nähe können durchaus den Wert eines Grundstücks mindern. Der enge Konnex der Aufwendungen zur Erhaltung des im Grundstück liegenden Vermögenswertes ist damit ausgewiesen.
SGE 2013 Nr. 20, Verwaltungsrekurskommission Kanton St. Gallen, 26.11.2013

Beteiligung, Abgrenzung Privatvermögen/Geschäftsvermögen, Rechtsanwalt
Beteiligungen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dem Geschäftsvermögen von Personenunternehmen zuzurechnen, wenn die Einzelfirma und die mit der Beteiligung gehaltene Kapitalgesellschaft wirtschaftlich eng miteinander verbunden sind, die Titel zu Geschäftszwecken erworben werden oder die Beteiligung dem Inhaber der Einzelfirma massgeblichen Einfluss auf ein in einer ähnlichen Branche tätiges Unternehmen verschafft oder die Tätigkeit der Einzelfirma sinnvoll ergänzt, so dass dem Inhaber ermöglicht wird, das Betätigungsfeld seiner Stammfirma auszuweiten. Massgebend ist zudem der Wille des Betreffenden, seine Beteiligungsrechte konkret zur Verbesserung des Geschäftsergebnisses seines eigenen Unternehmens zu nutzen.
Die Beteiligung eines selbständigen Rechtsanwalts an einer Unternehmung, die Abfallentsorgung bezweckt, ist mangels Vorliegen der massgeblichen Voraussetzungen dem Privatvermögen zuzuordnen.
SGE 2013 Nr. 22, Verwaltungsrekurskommission Kanton St. Gallen, 17.12.2013

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