Gratis Probe-Abo!

Jetzt kostenloses Probe-Abo im Wert von CHF 50.- / EUR 50.- bestellen.

Schlagzeilen

Schweiz - Schattenseite des ETF-Booms
Indexfonds sind Crash- und Blasenverstärker 

Aryzta
Verfrühte Wetten auf den Turnaround     

USA - Bullenmarkt ist in seiner finalen Phase
Die Musik wird zunehmend leiser     

Der katalanische Selbstmord
Unabhängigkeit schwächt die Region massiv

Airbus
Produktionsprobleme und Korruptionsskandal

Frontier Markets
Eine attraktive Depotbeimischung

The Advisor
Exklusiver Leser-Service

Kundenlogin

Wöchentlich informiert mit dem aktuellen «the investor» -Börsen­brief.

   

Börsenlexikon

Unser Börsenlexikon erläutert Ihnen Begriffe aus den Bereichen Börse, Wirtschaft, Aktien, Fonds, Anleihen, Devisen und klärt Sie über viele weitere Fachbegriffe auf.

- A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T Ü V W X Y Z   
   

Anzeige

  Börsen-News, Aktientipps,  Benchmark  ,  The Investor,  erfolgreich anlegen,  Aktien Empfehlung,  Börsenbrief

Siemens: Bollwerk gegen den Angriff aus Fernost

Börsentipps der Woche


Was sich in den vergangenen Monaten gerüchteweise angekündigt hat, ist nun Tatsache. Der deutsche Industriekonzern Siemens und die französische Alstom fusionieren ihre Bahnsparten. Summiert käme der neue Konzern auf einen Umsatz in Höhe von EUR 15.3 Milliarden und 62.300 Beschäftigte in mehr als 60 Ländern. Mehrheitseigner des neuen Gemeinschaftsunternehmens ist der Siemens-Konzern, der nach Abschluss des Deals 50.5% der Anteile hält und diesen nach einer Frist von vier Jahren aufstocken kann. Der französische Staat wird sich nicht an dem Unternehmen beteiligen. Fast schon unheimlich muten die Reaktionen auf diesen Megadeal an. In der Regel rufen solche Fusionen zunächst einen Aufschrei der Politik und Gewerkschaften hervor. Die Furcht vor einem grossangelegten Arbeitsplatzabbau, der Verlust von Marktanteilen des jeweiligen Landes und der Know-how-Transfer werden dabei oft ins Feld geführt. Nicht so bei Siemens/Alstom. Die deutsche Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries sieht in dem Deal eine „wichtige Zukunftschance“ angesichts eines harten internationalen Wettbewerbs. Selbst die IG Metall wertet die Fusion als eine „potenzielle europäische Chance“ - ein fusionierter Konzern habe „gute Erfolgschancen im harten globalen Wettbewerb“. Auch von Analysten sind fast nur lobende Worte zu hören. Die UBS nannte den Deal beispielsweise „wertsteigernd“. Die Reaktionen machen eines jedoch deutlich. Die Fusion ist kein ganz freiwilliger Akt. Vielmehr ist es eine absolute Notwendigkeit, um sich gegen die steigende Konkurrenz aus Fernost zu behaupten. Anders ausgedrückt: Als Einzelspieler wären die jeweiligen Bahnsparten langfristig kaum überlebensfähig. Die Fusion ist der Versuch, ein europäisches Abwehrbollwerk gegen den Angriff aus Fernost, genauer gesagt aus China, abzuwehren. Denn von dort aus treibt der weltgrösste Bahnhersteller CRRC seine weltweite Expansion in einem erstaunlichen Tempo voran. Dabei bieten die Chinesen nicht nur gute Preise, die deutlich unter dem Niveau westlicher Bahnproduzenten liegen, und integrierte Finanzierungsmodelle an. Viel entscheidender ist, dass die chinesischen Produkte punkto Qualität mittlerweile „sehr gut bis herausragend“ sind, wie ein Branchenvertreter sagt. Die neue Generation der Hochgeschwindigkeitsbahnen aus Peking soll sogar 400 Stundenkilometer erreichen; einsatzbereit seien sie spätestens in drei Jahren, ist aus der Branche zu hören. Die Fusion der Bahnsparten von Siemens und Alstom ist aus europäischer Sicht ein Versuch, der Übermacht aus China einen starken Player entgegenzustellen - mehr nicht. Ob dies jedoch wirklich gelingt, bleibt u.E. abzuwarten.
Konklusion:
Die Zusammenlegung der Sparten ist ein notwendiges Muss, um sich gegen die Macht aus Fernost zu wehren. Vor diesem Hintergrund begrüssen wir den Deal. Die Zukunftsaussichten sind aber ungewiss.



Viele weitere interessante Aktientipps sowie Spezialanalysen zu Aktien, Nachhaltigkeitsinvestments, Zinsen, Devisen, Derivate, etc. finden Sie Woche für Woche in der aktuellen Ausgabe des „the investor“.

Bestellen Sie jetzt Ihr gratis Probe-Abo im Wert von CHF 50.- / EUR 50.- oder gleich ein Jahresabonnement für CHF 398.- / EUR 398.-

Zurück

 



theinvestor.ch (Schweiz) AG | AGB | Impressum | info@theinvestor.ch
House of Finance | Rütistrasse 20 | CH-9050 Appenzell
Telefon +41 (0)71 353 35 65 | Fax +41 (0)71 353 35 19