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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 33/2019 (18. September 2019):

Fundamentale Analyse - Geldpolitik

Notenbanken sind in einer Einbahnstrasse                  

Richemont
Richemont im Aufwind                  

Fundamentale Analyse - USA/China
Handelskrieg ist noch nicht entschieden               

Apple
„Apple as a service“

Fundamentale Analyse - EZB
Ein historisches Massnahmenpaket

Siemens
Kaesers Börsenbilanz ist mau 

A2 Milk
A2 Milk hat die Erfolgsformel gefunden

 

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MTU Aero Engines: Aufstieg in den Leitindex?

Börsentipps der Woche


Am Mittwochabend - 4. September nach Redaktionsschluss - wird die Deutsche Börse mögliche Änderungen in den Indexzusammensetzungen bekanntgeben. Vor allem mit Blick auf den Leitindex DAX könnte es dabei zu einem vielbeachteten Wechsel kommen. Denn das Gründungsmitglied des DAX, ThyssenKrupp, steht nach einem Kursrutsch von gut 50% im vergangenen Jahr und eher verhaltenen Handelsumsätzen vor dem Abstieg aus dem Leitindex. Wir sehen derzeit zwei Kandidaten, die das Erbe des einstigen Stolzes der deutschen Industrie antreten könnten. Neben dem Immokonzern und unserem Depotwert Deutsche Wohnen wird vor allem auch MTU Aero Engines als potenzieller DAX-Aufsteiger gehandelt. Gemessen an der Marktkapitalisierung hat MTU mit EUR 12.9 Milliarden die Nase vorn. Deutsche Wohnen kommt gegenwärtig auf ein Börsengewicht von EUR 11.6 Milliarden. Wer das Kopf-an-Kopf-Rennen für sich entscheiden kann, wird wahrscheinlich anhand der Handelsvolumina und „politischer“ Aspekte der Indexzusammensetzung liegen. Für uns scheint es wahrscheinlich, dass MTU das Rennen macht - Industriekonzern ersetzt Industriekonzern, zumal mit Vonovia bereits ein grosser deutscher Immobilienkonzern im DAX vertreten ist. In den vergangenen Jahren ist MTU Aero Engines etwas „unter dem Radar“ geflogen, wobei sich der Konzern keineswegs verstecken müsste. Denn binnen weniger Jahre haben sich die Münchner vom kleinen Komponentenhersteller zu einem Global Player in der Luftfahrtindustrie entwickelt. Analysten schätzen, dass in jedem dritten Passagierjet der Welt Triebwerkstechnik von MTU steckt. Und die Geschäftsentwicklung scheint trotz des sich verdunkelnden Konjunkturumfelds weiter rosig zu sein. Wie aus dem Haus der Münchner zu hören ist, sei keine Geschäftsabschwächung zu bemerken. Prognosen zufolge wird die Luftfahrtindustrie weiter mit 4% bis 5% p.a. wachsen - eine gute Basis, damit MTU auch künftig nachhaltig expandieren kann. Zur Verdeutlichung: Legt man die Auftragsbücher von Airbus und Boeing zu Grunde, stehen derzeit 14‘000 Flugzeuge in den Orderbüchern. Die Branche wäre rechnerisch acht Jahre ausgelastet. MTU entwickelt und baut anders als beispielsweise General Electric keine kompletten Triebwerke, sondern „nur“ Spezialkomponenten, die aber in jedem Flieger gebraucht werden. MTU übernimmt nicht nur zentrale Entwicklungen, sondern schultert auch einen Teil der finanziellen Risiken für die Systemanbieter. Zudem betreibt MTU über sein weltweites Netz an Service- und Wartungsstationen ein lukratives Geschäft, was vor allem wiederkehrende Erlöse generiert.  MTU verbuchte 2018 einen Umsatz in Höhe von EUR 4.6 Milliarden und erzielte eine Ebit-Marge von 14.7%, welche im laufenden Jahr auf 16% verbessert werden soll.

Konklusion:
Nach der starken Performance seit dem Jahreswechsel scheint die Luft für weitere Kursgewinne kurzfristig dünn. Langfristig bleibt die Aktie aber eine Sünde wert. Kaufen!



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