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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 33/2019 (18. September 2019):

Fundamentale Analyse - Geldpolitik

Notenbanken sind in einer Einbahnstrasse                  

Richemont
Richemont im Aufwind                  

Fundamentale Analyse - USA/China
Handelskrieg ist noch nicht entschieden               

Apple
„Apple as a service“

Fundamentale Analyse - EZB
Ein historisches Massnahmenpaket

Siemens
Kaesers Börsenbilanz ist mau 

A2 Milk
A2 Milk hat die Erfolgsformel gefunden

 

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BMW: Paukenschlag in München

Börsentipps der Woche


Sein Ende April 2020 auslaufenden Vertrag wird BMW-Chef Norbert Krüger nicht verlängern. Nach gerade einmal fünf Jahren wird der Chef des bayrischen Autobauers dann im Amt gewesen sein und wahrscheinlich als ziemlich glückloser CEO in die Bücher des Konzerns eingehen. Vor allem die Aktionäre dürften dem Wechsel mit einer gewissen Portion Freude entgegenblicken. Denn während sie sich unter Krügers Vorgänger Norbert Reithofer über Jahre noch über zweistellige Renditen freuen konnten, fällt die Bilanz des jetzigen CEO bestenfalls durchwachsen aus. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2015 ging es für die Aktie mehr oder weniger kontinuierlich bachab. Heute liegt der Titel gut 25% unter dem Niveau im Mai 2015. Mit seinem Rückzug dürfte Krüger den Aufsichtsrat vor einer schwierigen Entscheidung bewahrt haben. Denn innerhalb des Gremiums dürfte die wachsende Kritik an Krüger durchaus ein Thema gewesen sein. Krüger hatte zwar die grösste Modelloffensive der Firmengeschichte versprochen. Nur die Verkäufe stagnieren dennoch. Das grosse Ziel, bis zum Jahr 2020 wieder die Nummer 1 unter den Premiumanbieter zu werden, war BMW zuletzt sehr weit entfernt. Dass der Konzern innerhalb von gut neun Monaten gleich zwei Gewinnwarnungen herausgeben musste, schockte die Anleger zusätzlich. Zumal die Margenentwicklungen enttäuschten. Die operative Rendite im Autogeschäft sackte im ersten Quartal 2019 auf 5.6% ab - das selbst gesteckte Ziel von BMW lag bei mindestens 8%. Darüber hinaus muss sich Krüger strategische Fehlentscheidungen vorwerfen lassen. Denn mit Blick auf die Elektromobilität fehlte dem CEO eine klare Sicht. Dabei waren die Voraussetzungen in diesem Feld durchaus gut. Bereits 2013 - noch unter Norbert Reithofer - lancierten die Münchner mit dem „i3“ als erstes einen Stromer am Massenmarkt. Der Verkaufsstart harzte allerdings und Krüger kappte bei seinem Amtsantritt im Mai 2015 die hohen Investitionen - neue Elektroautos wurden erst einmal auf die lange Bank geschoben. Aus dem Vorsprung, den BMW einst in diesem Zukunftsfeld hatte, ist mittlerweile ein Rückstand geworden. Audi, Jaguar und Daimler haben längst einen Elektro-SUV am Start - BMW wird sein SUV „iX3“ erst 2020 lancieren. Und eine Limousine, welche die Marktstellung von Tesla in diesem Segment angreifen könnte, soll sogar erst 2021 in Serie gehen. Doch die Probleme bei BMW liegen noch tiefer. Die Notwendigkeit, den reinen Autobauer in Richtung eines Mobilitäts- und Technologiekonzerns zu entwickeln, wurde bisher nur ansatzweise eingeleitet. Doch genau diese wäre mit Blick auf die wahrscheinlichsten Zukunftsszenarien dringen notwendig. Die zentrale Frage ist, wie sich BMW langfristig - über das Jahr 2025 - hinaus entwickeln will. Dann dürften Verbrennungsmotoren aus den Städten verschwunden sein und die Digitalisierung dürfte die Mobilität komplett durchdrungen haben. In welchen Antrieb will BMW langfristig investieren? Welche Partner will man in Sachen Digitalisierung an Bord holen und tief ins System einbauen? Und will BMW eigene Batterien für seine Stromer bauen oder auf chinesische Zulieferer vertrauen? Ist BMW bereits punkto Mobilitätsangebote bereit, auf Wettbewerber zuzugehen und neue Allianzen - auch mit direkten Wettbewerbern wie Daimler - einzugehen oder überlässt man das Feld Fahrdienstleistern wie Uber und Lyft? Fragen, auf die BMW und der Krüger Nachfolger schnell eine Antwort finden müssen. Es müssen endlich wegweisende Entscheidungen her.

Konklusion:
Der Rückzug von BMW-CEO Krüger ist die logische Konsequenz zahlreicher Fehlentwicklungen. Auf den Nachfolger warten jedoch grosse Herausforderungen. Die Aktie ist derzeit kein „must have“.



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