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Schlagzeilen

Themen aus der Ausgabe 45/2019 (11. Dezember 2019):

Technische Analyse - SMI

Ruhiger Jahresausklang deutet sich an                             

Autoneum 
Ein trübes, ein sehr trübes Bild                           

Schaffner
Es fehlt die Wachstumsfantasie                         

US-Aktien - Ausblick 2020
US-Aktien bleiben aussichtsreich

Apple
AirPods sind ein Renner - nicht nur für Apple

Teamviewer
Die Bullen treiben Teamviewer an 

Invisio Communications
Attraktiver Nischenplayer

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Fundamentale Analyse Japan/Südkorea: Der nächste Wirtschaftskrieg

Börsentipps der Woche


Kaum haben sich die Wogen im Handelsstreit zwischen den USA und China zumindest etwas geglättet, droht bereits der nächste Konflikt die Stimmung zu trüben. Die Spannungen zwischen Japan und Südkorea haben sich jüngst nochmals deutlich verschlechtert. Es geht dabei um Entschädigungsleistungen für ehemalige koreanische Zwangsarbeiter des Stahlherstellers Nippon Steel & Sumitomo Metal, des Maschinenbauers Nachi-Fujikoshi und des Schwerindustriekonzerns Mitsubishi Heavy. Das oberste Gericht Südkoreas hatte vergangenes Jahr den ehemaligen Zwangsarbeitern eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet EUR 76‘000 zugesprochen. In der Tat kein hoher Betrag, aber der japanischen Regierung geht es dabei ums Prinzip. Die Konzerne haben bis heute nicht bezahlt. Japan beharrt auf dem Standpunkt, dass diese mit dem bilateralen Grundlagenvertrag von 1965 alle Entschädigungsleistungen erbracht wurden. Japan hatte dem damals annektierten Korea als Kolonisation gewährte Japan Wirtschaftshilfen in Höhe von USD 300 Millionen und Aufbaukredite in Höhe von USD 500 Millionen. Korea willigte ein, dass damit alle Schadenersatzansprüche abgegolten sein. Nach mehreren Warnungen hat die Regierung Japan nun die Fronten für einen Wirtschaftskrieg zwischen beiden Ländern festgesetzt. Donnerstag vergangener Woche wurde Südkorea bei fluoridierten Polymiden, die in Smartphonedisplays verwendet werden, sowie von Fotolacken und Ätzgasen für die Chipherstellung von der Liste der bevorzugten Exportländer gestrichen. Ein herber Schlag für die südkoreanische Tech-Industrie, die auf offene Handelsströme aus Japan angewiesen sind. Denn gut 70% ihrer Nachfrage nach diesen Materialien decken sie in Japan ab. Nun können die Materialen nicht mehr frei importiert werden, sondern jeder Liefervertrag muss einzeln beantragt werden - steigende administrative Kosten und zeitliche Verzögerungen sind die Folge. Für Unternehmen wie LG oder Samsung, die ohnehin schon gegen ein schwieriges Umfeld ankämpfen muss, der nächste Nackenschlag. Wir fürchten, dass sich die Lage zwischen den beiden Ländern in den kommenden Monaten noch verschlechtern wird - und sich das kühle Verhältnis zu einer Eiszeit ausweitet.

Konklusion:
Anleger sollten den Konflikt zwischen Japan und Südkorea über die Entschädigung von Zwangsarbeitern im Blick haben. Die Lage droht weiter zu eskalieren und vor allem die südkoreanische Wirtschaft zu schwächen.



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