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Themen aus der Ausgabe 45/2018 (12. Dezember 2018):

Fundamentale Analyse - Schweiz

Verhaltener Ausblick für das Börsenjahr 2019        

Nestlé
Unbeschadet durch die raue Börsensee     

Fundamentale Analyse - USA
Inverse Zinskurve löst Ausverkauf aus          

Starbucks
Anleger bleiben McDonald‘s treu

Fundamentale Analyse - Europa
2019: Black-Swan-Szenario

Bayer
Notoperation am offenen Herzen

 

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Daimler: Stimmung sinkt auf den Gefrierpunkt

Börsentipps der Woche


Die Stimmung beim deutschen Autobauer könnte derzeit kaum schlechter sein: Die Gewinnprognose musste vor wenigen Wochen ad acta gelegt werden. Zudem sah sich der Konzern nicht einmal mehr in der Lage, konkrete Vorgaben für das laufende Jahr abzugeben. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern werde „deutlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen“, teilte Daimler etwas wortkarg mit.
Sprich: Selbst das Daimler-Management scheint derzeit nicht in der Lage zu sein, den Abschwung im Autogeschäft genauer zu taxieren. Allein das wäre schon ein nachhaltiger Stimmungskiller. Beim Blick auf den Aktienkurs verdunkelt sich die Lage nochmals deutlich. Gemessen am Jahreshoch im Januar hat das Papier gut ein Drittel an Wert eingebüsst. Aktuell notiert die Aktie auf dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren. Viel schlimmer ist aber, dass die Aktie zwar immer wieder stark anzieht, aber ein kontinuierlicher Wertzuwachs nicht zu verzeichnen ist. Wer im Februar 2002 eine Daimler-Aktie kaufte, steht heute bei einer Kursperformance von 0% - Dividendenzahlungen u.Ä. nicht berücksichtigt. Unter der Ägide von Dieter Zetsche, der 2006 das Ruder beim deutschen Premium-Autobauer übernahm, hat sich die Aktie im Vergleich zu BMW oder Volkswagen am schwächsten entwickelt. Der Investmentfonds Harris Associates nannte diese Entwicklung gegenüber einem deutschen Wirtschaftsmagazin jüngst „beschämend“.

Trends verschlafen, Probleme ignoriert
Das Management um „Noch-CEO“ Dieter Zetsche steht unter Druck und die grossen Aktionäre des Autokonzerns halten mit ihrer Kritik nicht mehr zurück. Das ist für Daimler und dessen Selbstverständnis ein fast einmaliger Vorgang in den vergangenen gut 15 Jahren. Unwidersprochen: Zetsche hat den Konzern nach der Krise 2009 in eine neue Ära geführt und zu einem der wichtigsten Anbieter im Premiumsegment geformt. Doch dem Management unterliefen schwerwiegende Fehleinschätzungen, die sich je länger je mehr rächen. Die Auswirkungen des Diesel-Abgas-Skandals wurden völlig unterschätzt - man wollte die Krise aussitzen und geriet dadurch letztlich in die Defensive. Viel schwerer wiegt u.E. jedoch der Fakt, dass Daimler - ebenso wie andere deutsche Autobauer - zu lange die Augen vor dem aufkommenden E-Mobility-Boom verschlossen haben.
Nun müssen Milliarden in die Hände genommen werden, um die Technologie zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen. Marktkenner schätzen, dass Daimler punkto Technologie im E-Segment mittlerweile abgeschlagen hinter Tesla und Co. hinterherhinke. Eine Aufholjagd sei wenig erfolgsversprechend, heisst es hinter vorgehaltener Hand. Eine Zusammenarbeit mit Tesla, wie jüngst in den Medien kolportiert wurde, würde daher vor allem Daimler nutzen. Für das Management muss sich dies wie ein Schlag in die Magengegend anfühlen. Aus dem einstigen Jäger ist eine leichte Beute geworden - zumindest im Bereich E-Mobility.
Kritik wird zudem an den Holdingplänen von Daimler laut. Der Ansatz sei zwar gut, aber die Pläne seien nicht zu Ende gedacht. So fordert beispielsweise der Vermögensverwalter und Grossaktionär Flossbach von Storch, dass die PKW- und LKW-Sparten in eigenständige Unternehmen aufzuteilen seien.

Konklusion:
Operative Fehler und die geringe Wertschätzung des Kapitalmarktes seitens der Unternehmensführung belasten die Aktie. Anleger halten die Aktie - das Kind ist bei Daimler schon in den Brunnen gefallen.



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