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Private bauen Schulden ab und sparen
Wie wir in unserer vorigen Ausgabe an dieser Stelle erörtert haben, wird die US-Wirtschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in eine Rezession schlittern. Dennoch ist es bezeichnend, dass dieses Szenario überhaupt diskutiert werden muss. Denn trotz des relativ starken vierten Quartals 2011 bleiben die Aussichten für die kommenden Monate und Quartale eher gedämpft.
Zur Wochenmitte sind neue Fundamentaldaten präsentiert worden, die diese Einschätzung unterstreichen. Es handelt sich um die privaten Einkommen und Ausgaben der US-Amerikaner. Bekanntlich ist der private Konsum für über 70% der US-Wirtschaft verantwortlich. Die Zahlen für den Monat Dezember sind aber wenig erfreulich ausgefallen. Die privaten Ausgaben sind nämlich erstmals seit August 2011 im Vergleich zum Vormonat wieder zurückgegangen. Der Umstand, dass es sich beim Dezember um den heissesten Monat des Weihnachtsgeschäftes handelt, sollte nicht überraschen, da die Daten saisonbereinigt sind. Es ist hier also jener Effekt herausgerechnet worden, welcher allein auf dem Umstand beruht, dass es sich um den Dezember handelt.
Ein eigentlicher Grund zur Sorge liegt aber nicht vor. Die privaten Einkommen sind im Dezember nämlich um 0.3% angestiegen. Dies sollte insgesamt zu einer Stabilisierung der Situation auch an den Aktienmärkten führen. In Summe setzt sich ein Trend fort, der bereits im August/September 2011 lanciert worden ist. Die US-Amerikaner verfügen über ein tendenziell steigendes Einkommen, geben jedoch weniger davon für Konsumgüter aus. Die Stichworte lauten also "Schuldenabbau" und "Sparstrumpf".
Konklusion:
Der Rückgang der Konsumausgaben ist für die US-Wirtschaft problematisch. Dies ist ein weiterer Beleg für die zumindest im ersten Halbjahr zu erwartende Abkühlung der Wirtschaft.