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Schweiz
Keine Zunahme mehr beim Wachstum

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FUNDAMENTALE ANALYSE - Schweizer Börse

Keine Zunahme mehr beim Wachstum


Anfangs August 2010 hat die Umfrage der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich bei den Unternehmen erfreuliche Zahlen ergeben. Befragt wurden 7‘000 Unternehmen aus der Industrie, dem Baugewerbe und den wichtigsten Dienstleistungen. Die Unternehmen melden steigende oder stabile Produktionsdaten. In der Industrie nahm die Auslastung in 3 Monaten von 80% auf 83% zu. Für die nächsten drei Monate rechnen die Unternehmen mit einer steigenden Nachfrage. Mit diesen positiven Erwartungen haben die Unternehmen auch ihre Personalpläne angepasst. Industrie, Baugewerbe und Versicherungen rechnen mit einer Personalaufstockung. Nur die Banken und das Gastgewerbe reduzieren weiter Personal, wenn auch stark verlangsamt.
Etwas kritischer ist das KOF Barometer von Ende August 2010 zu werten. Das KOF Konjunkturbarometer ist so konstruiert, dass es der Vorjahreswachstumsrate des BIP um ein bis zwei Quartale vorauslaufen soll. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Barometerwerte am aktuellen Rand aufgrund von späteren Datenrevisionen zumeist provisorisch sind. Das KOF Konjunkturbarometer weist darauf hin, dass die Wachstumsraten des BIP nicht mehr zunehmen, sondern stabil bleiben (vgl. Grafik). Es ist vor allem das Modul „Exportdestination EU", welches kräftig abgenommen hat. Der hohe Schweizer Franken ist wohl der Grund dafür. Demgegenüber hat sich das Modul „Schweizer Konsum" weiter verstärkt. Damit weist das Barometer nicht auf eine Abnahme der Wirtschaftsleistung hin, sondern nur - aber immerhin - auf eine Abnahme der Wachstumsraten. Insgesamt ist damit mit einer Verstetigung des BIP-Wachstums zu rechnen. Eine Abschwächung des Schweizer Frankens dürfte die Situation wohl schnell wieder verbessern. Von einer Rezession ist keine Rede.

Konklusion:
Es scheint, dass die Schweizer Konjunktur zurzeit eine hoffentlich kleine Pause einlegt. Grund ist offensichtlich der hohe Schweizer Franken, welcher der Exportindustrie doch zu schaffen macht.




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